Nach rassistischen Äusserungen: Glassmann tritt zurück, Castro übernimmt

Nachdem der öffentliche Druck enorm angestiegen ist und sich über 1000 CrossFit-Affiliates vom Brand getrennt haben, nimmt CrossFit-CEO Greg Glassmann seinen Hut. Sein Nachfolger wird Dave Castro, der bisher für die Organisation und das Programming der CrossFit Games zuständig war. Ob das reicht, wird bereits bezweifelt.



Bild: CrossFit Inc.

Wie Morningchalkup berichtet, haben die rassistischen Äusserungen von CrossFit-CEO Greg Glassmann nun Konsequenzen: Gestern Abend wurde bestätigt, dass er per sofort als Geschäftsführer der Marke CrossFit zurücktritt. Glassmann hielt in einem Statement fest, dass er entschieden habe, zurückzutreten, da er am letzten Samstag ungewollter Weise einen Graben durch die CrossFit-Community gezogen habe. Sein oberstes Ziel habe stets darin bestanden, chronische Krankheiten zu bekämpfen und den Menschen mit Sport einen Weg zu mehr Gesundheit und Lebensqualität zu ebnen. Dies sei seine Lebensaufgabe gewesen. «Ich kann nun nicht zulassen, dass mein eigenes Verhalten CrossFit-HQ und die Afiliates darin behindert, diese Mission zu erfüllen. Denn diese Aufgaben sind zu wichtig.»



Beschwörung der Gemeinschaft

Dave Castro, langjähriges CrossFit-Aushängeschild und den meisten als Organisator der CrossFit Games und der Open bekannt, übernimmt per sofort die Zügel vom zurückgetretenen Greg Glassmann. «CrossFit ist eine internationale, diverse Gemeinschaft– eine, die tough ist.» Doch nun sei diese Gemeinschaft verletzt und angeschlagen. Dies auch, weil die Community Millionen Menschen zusammenbringt, die unterschiedliche Ansichten, Perspektiven und Meinungen haben. «Reibungspunkte sind hier unvermeidlich.» Nun müssten gegenseitiger Respekt sowie gemeinsame Werte im Fokus stehen. Castro erwähnt in seinem offiziellen Statement weder Glassmanns Floyd19-Kommentar noch den E-Mail-Angriff auf Alyssa Royse.



Bereits kritische Stimmen

Im Artikel von Morningchalkup wird angetönt, dass die Tragweite von Glassmanns Rücktritt noch unklar ist. Das würde bedeuten, dass Glassmann, falls er nur von seiner Rolle als CEO zurücktritt, aber seine Position als Owner beibehält, nach wie vor der Hauptprofiteur von CrossFit ist. Laut Morningchalkup mehren sich Stimmen in der CrossFit-Community, die dieses Szenario anprangern und bezweifeln, dass so ein echter Wandel eingeleitet werden könne.


Wie siehts du das Ganze? Reicht der Rücktritt von Glassmann? Muss mehr passieren? Und wie sollen sich die Boxen in der Schweiz verhalten? Schreib uns deine Meinung unten als Kommentar. Wir wollen wissen, was du denkst!

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